13. April 2014

Abspannkraft

Das Stenogramm zum Auswärtsspiel in Leverkusen. Nach hinten geht nichts mehr, nach vorne auch nicht. Das trifft nicht nur auf die Tabelle zu. Es ist, als würde sich die undramatische Position in der Liga auf das Spiel der Mannschaft auswirken. Sie weiß nicht, wo sie hinschauen soll. Ein ganz früher Gegentreffer hatte keineswegs wegweisende Bedeutung. Van den Bergh denkt zu sehr als Manndecker, wird aber auch gegen Donati und Brandt allein gelassen - zwei kann er nicht manndecken. Beim zweiten Gegentor durch Brandt läuft wieder van den Bergh ungeschickt, der Pass kam aber auch sehr genau und perfekt für den Offensivspieler. Schwer, aber nicht unmöglich zu verteidigen.

Zwei denkbare Handelfmeter gegen Hertha stehen auch noch zu Buch, dem steht gegenüber ein Treffer durch Wagner nach einem Freistoß von Cigerci, der sich nicht bei allen Standards wirklich konzentriert hat und auch defensiv etwas weniger glücklich agierte als früher in der Saison. Insgesamt fehlt bei allen Spielern ein bisschen was, woran das liegt, lässt sich wohl nur kumulativ erklären - aus einer Verkettung von Kleinigkeiten, die dieser Rückrunde die letzte Spannung genommen haben. Die andere Spannung, die sich schon deutlich aufbaut, ist keine positive, und führt dazu, dass das Kombinationsspiel mehr oder weniger vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Der Vorteil: gegen Augsburg gibt es noch einmal ein Vorbereitungsspiel auf die nächste Saison unter den Wettbewerbsbedingungen der laufenden.


Eingestellt von marxelinho am 13. April 2014.
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