19. Oktober 2013

Rationalismus

Das Stenogramm zum 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach: Luhukay hat mit
seinem Team einen lupenreinen Favre-Sieg geschafft, und doch gehört der
Erfolg ganz und gar ihm. So hat Hertha auch in der denkwürdigen Saison
2008/2009 viele Punkte geholt, doch war das damals noch nicht diese
bemerkenswert methodische, mit einem fast schon abgeklärten Engagement
spielende Leistung, die wir heute gesehen haben. Ein großer Teil der
Dominanz ging in das "containment". Gladbach hatte nur wenige Momente,
richtig gefährliche Schüsse auf das Tor gab es kaum. Hertha beherrschte
das Spiel, ohne es deutlich so wirken zu lassen. Zur Dominanz kam die
Effizienz: ein guter Freistoß (neben vielen schwachen Ecken) von
Skjelbred, ein Kopfball von Ramos. Der Rest war Arbeit, Ruhe,
Intelligenz - ein begeisterndes Spiel, wenn man sich für einen gewissen
Rationalismus in der Spielkonzeption begeistern kann. Drei Punkte und
Tabellenplatz vier erleichern das natürlich sehr.


Eingestellt von marxelinho am 19. Oktober 2013.
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