14. August 2016

Schwitzeria Napoletana

Wenn man aus dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark nach draußen geht, dann leuchtet einem diese Parole entgegen: Mehr Fantasie. Sie könnte gut und gern auch das Motto für die Kampagne bieten, die für Hertha BSC nächste Woche beginnt: die Saison 2016/17. Dass die Mannschaft unter einem Mangel an Fantasie leidet, ist Befund noch aus der alten Saison, und gegen Brondy waren die Probleme wohl auch andere. In Abwandlung einer alten Parole aus der Zeit, in der die Fantasie an die Macht wollte, könnte man aber sagen: Hinter dem Rückpass liegt der Strand.

Beim Testspiel gegen den SSC Neapel am Samstagabend deutete sich alles Mögliche an, aber nicht viel, was darauf hindeuten würde, dass die Mannschaft ihre Stilistik der letzten Monate groß ändern würde. Und die lautet nun einmal: wir spielen tendenziell hinten rum. Das werden wir alles in den kommenden Wochen noch ausführlich durchdenken können und müssen. Das 1:4 gegen die Champions-League-Teilnehmer aus Italien ist von begrenztem Erkenntniswert, denn von einer Woche auf die andere wird Hertha das Spiel nicht umstellen können. Es ist von latenter Passivität geprägt, versinnbildlicht am Samstag am besten durch Jens Hegeler, der immerhin eine ganze Halbzeit als Innenverteidiger an Stelle von Langkamp spielte, und bis zur 75. Minute nur einen vertikalen Ball spielte, und der war sinnlos.

Ich musste dann ein bisschen früher weg. Hier noch ein paar Eindrücke und ein schönes "Nur nach Hause" von den Treuen.

Das Licht in Berlin habe ich immer schon geliebt. Nun fühlt sich der Sommer schon früh wie ein Herbst an, die schönste Jahreszeit in der Stadt, aus vielen Gründen.

Eine Standardsituation

Der größte Star bei Neapel: Marek Hamsik spielte ziemlich lang, allerdings vorwiegend gemütlich

Der größe Star bei Hertha? Der Vedator traf wie schon zwei Mal gegen Brondby


Ein neuer Star bei Hertha? Allan Souza kam in der zweiten Halbzeit und deutete, wie man so schön sagt, an, dass er der Mannschaft helfen könnte - allerdings sollte die Position 8, wo er meistens aktiv war, besonders stark umkämpft sein, wenn ein anderer neuer Star bei Hertha endlich fit ist, der von der 10 aus das Gefüge neu verstreben soll

Nach wie vor ein Star bei Hertha (aber anscheinend nirgendwo sonst): Ronny, den die Fans lieben, weil sein Name so schön zu rufen ist. Er kam spät, und mit einer ungewohnten Aufgabe (Außendecker)

Gruppenbild mit Weltstars: Pepe Reina und Valentin Stocker als Grenzposten bei einer Rudelbildung


Fotos und Video: marxelinho 2016


Eingestellt von marxelinho am 14. August 2016.
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